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"Wollt ich die Glückseligkeit mit einer Landschaft ausdrücken, würde ich den Balaton wählen", schwärmte schon der ungarische Dichter Tibor Déry.
Der Balaton - bei den deutschen Urlaubern auch als Plattensee bekannt - nicht nur zum größten Binnensee Mitteleuropas, er ist auch das beliebteste Urlaubsziel.
Ganz besonders Familien mit Kindern fühlen sich am Balaton ausgesprochen wohl.
Denn neben dem für Mitteleuropa überraschend beständigem Wetter - so ist es in den Sommermonaten zwischen 21 und 27 Grad Celsius warm - laden die flach abfallenden Sandstrände zum unbeschwerten Planschen und Baden ein. Aber nicht nur Sonne, Strand und Meer machen einen Urlaub am Balaton attraktiv.
Die Südseite des Sees ist flach und das Hinterland mäßig hügelig. Wogegen das Nordufer mit seinen vulkanischen Hügeln wilder und ungestümer sich dem Besucher eröffnet. Es eignet sich für ausgeprägte Wanderungen, besonders zu den sehenswerten Kirchen, Burgen und Schlössern.
Der grösste Seitchtwassersee in ganz Mittel -und Becken kam infolge der starken Erdkrustenverschiebungen in der Eiszeit zustande, die umliegende Landschaft bildete sich nach der Verebbung des Urmeeres heraus.
In den Urzeiten hatte der Balaton kein Regulierungssystem, deshalb schwankte sein Wasserspiegel erheblich.
Der römische Kaiser Galerius liess Ende des 3. Jh. den Sio-Kanal erbauen, der in die Donau führt. Die Schleuse gewährleistet heute noch die Regulierung. Der grösste Versorgungsfluss des Sees ist der Zala, der unterhalb der Stadt in die Bucht von Keszthely mündet.
Die Oberfläche des Balaton beträgt 596 Quadratkilometer, die Länge 77 km, die Breite variiert zwischen 1,5 und 1,2 km.
Die Wassertiefe beläuft sich im Durschnitt auf 3 Meter, beim Tihanyer Brunnen auf 12 Meter Der Balaton ist der grösste und attraktivste Erholungsort von Ungarn, wo man allen Wassersportarten huldigen kann.
Es ist auch ein beliebtes Angelparadies im Wasser leben Zander Karpfenarten und mehrere Weissfischsorten Der Kleine Balaton war einst die offene Bucht des Sees mit der Zeit wurde er jedoch von Schlamm aufgefüllt.
Das Wasser des Flusses Zala strömte durch den kleinen See in den Balaton, bildete dadurch das natürliche Filtersystem des Sees. Ende des vergangenen Jarhunderts wurde die Mündungsstrecke der Zala durch den Bau von Dämmen Entwässerung geregelt und dadurch die Wasserreinigungsfunktion des Kleinen Balaton abgeschafft.
In den vergangenen Jahren wurde durch Errichtung von grossen künstlichen Seen dieses natürliche Schutzsystem wiederhergestellt. 1350 Hektar dieser geschlossenen Welt bilden ein Naturschutzgebiet, im offenen Wasser und im Röhricht leben u.a. Reiher, Seidenreiher, Seeraben, Löffel - und Haubenreiher Das Binnengelände kann nur mit Sondergenehmigung besucht werden, ist jedoch zwischen Zalavár und Balatonmagyaród auf einer Strecke von einigen Kilometern.
Im Balaton ist das Baden ein Vergnügen, denn die Wassertemperaturen sind in den Sommermonaten zwischen 22 und 28 Grad Celsius, so das auch die Kleinsten den ganzen Tag im Wasser planschen können, ohne sich zu erkälten.
Für den Familienurlaub oder für Nichtschwimmer eignet sich besonders das Südufer des Sees. Hier ist das Wasser noch 200 - 300 Meter vom Ufer entfernt kaum einen Meter tief. Aber auch für Segler und Surfer hat der Balaton seinen Reiz.
Baden und Badeverbote
Badeverbote bei Unwetter werden an den Badestränden angezeigt und sollten unbedingt und berücksichtigt werden. Aufgrund seiner geringen Wassertiefe wird der Plattensee oft als harmlos unterschätzt. Bei Gewitter und Stürmen, die meist aus nordwestlicher Richtung kommen, ist jedoch Vorsicht geboten. Die starken und kurzen Wellenbewegungen können auch für gute Schwimmer und Segler gefährlich werden.
Empfehlenswert mitzunehmen sind Mückenspray und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichschutzfaktor.
Wer Balaton will, der bekommt ihn bei uns!
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